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Mein Buch "Die kleine Elfe"

 Leseprobe

Eine kleine Elfe begibt sich auf eine abenteuerliche Reise in die
Welt der Menschen 
 
 
Es war einmal ein liebenswürdiges kleines Elfchen. Sie lebte an einem wunderschönen bezaubernden Seerosenteich. Dieser Weiher und der daran angrenzende Wald strahlten eine friedliche, ja man könnte sogar sagen, märchenhafte Ruhe aus.
Hier lebten alle Lebewesen in völliger Harmonie und im Einklang mit sich und Mutter Natur zusammen. Am liebsten saß unsere kleine Elfe bei Sonnenuntergang auf einem großen Ahornblatt am Rande des Ufers. Von dort konnte sie alles ganz genau beobachten, was um sie herum geschah. Noch war nicht das kleinste Anzeichen von Müdigkeit, geschweige denn der bald beginnenden Nachtruhe zu entdecken!

                             
                                                        

Die Haubentauchereltern arbeiteten recht eifrig an ihrem Nest. Sie mussten es dringend vergrößern, denn für ihre fünf Kinder wurde es langsam aber sicher viel zu klein. Am Ameisenhügel, rechts neben ihr, herrschte ebenfalls reges Treiben. Die flinken Arbeiterinnen wuselten eifrig umher, um einen toten Käfer aufzuheben. Nachdem die kleine Elfe alles um sich herum betrachtet hatte, stand sie auf, sog die frische Luft tief in ihren zierlichen Köper und entschloss sich zu einem kleinen Abendspaziergang. Sehr weit kam sie jedoch nicht, denn eine Spinne in einem Busch erregte ihre Aufmerksamkeit. Neugierig kniete sich die kleine Elfe zu ihr nieder und schaute ihr zu, wie sie ein kunstvolles Netz webte. Ehrfürchtig und leise sprach sie die Spinne an: „So ein Spinnennetz macht bestimmt sehr viel Mühe.“ Die Spinne ließ sich allerdings nicht von ihrer Betätigung abbringen. Sie antwortete knapp: „Ja, ja! Keine Zeit, keine Zeit!“, und fuhr unbeirrt mit ihrer Beschäftigung fort.
                                          

                                                  

Nachdem die kleine Elfe ihr noch ein wenig zugesehen hatte, trug ihr der Wind ein leises Wimmern ans Ohr. Es schien aus großer Entfernung zukommen. Eilig stellte sie sich auf die Zehenspitzen, hielt die Luft an und lauschte angestrengt in die heraufziehende Nacht. Neugierig lief sie einige Schritte vor und spitzte abermals ihre Ohren. Und tatsächlich - da war es wieder! „So ein eigenartiges Geräusch habe ich noch nie gehört! Irgendetwas scheint hier zu wimmern. Wo es wohl herkommen mag? Und was es zu bedeuten hat?“, überlegte sie verwundert. Sofort war ihr ganzes Interesse geweckt! Kurz entschlossen schnippte sie mit ihrer linken Hand und postwendend hatte sie ein Laternchen in ihrer rechten. Gemeinsam mit ihm machte sie sich auf den Weg, das unheimliche Wimmern zu ergründen.

 

Nach geraumer Zeit vernahm sie erneut ein Geräusch. Dieses Mal war es allerdings etwas Anderes. Sie nahm ein feines Rascheln direkt über sich wahr. Die kleine Elfe blieb stehen und versuchte mit ihrer Laterne die Dunkelheit zu durchdringen. Leider konnte sie nichts, aber auch überhaupt nichts erkennen. „Hallo, Halloooo“, flüsterte sie angestrengt lauschend. „Hallo, ist da jemand?“, versuchte sie es erneut.  Absolute Stille! Keiner antwortete ihr, kein Rascheln war mehr zu hören. Verwundert schüttelte sie den Kopf und  machte sich   weiter auf den Weg. Kaum war sie einige Schritte gegangen, fiel ihr  eine Haselnuss aufs Haupt. „Aua! Was soll denn das?“, rief sie entrüstet. „Hier wachsen doch keine Nüsse, das weiß ich ganz genau! Wie kann es dann sein, dass mir eine auf den Kopf fällt?“ Wieder leuchtete sie mit ihrem Laternchen noch oben. Diesmal entdeckte sie den Übeltäter. Auf einem Ast saß ein vorwitziger Zwerg und bewarf sie mit Nüssen! Verschmitzt schaute er zu ihr hinunter. Bevor sie etwas sagen konnte, sprang er mit einem Satz neben sie und hüpfte immer um sie herum, ohne auch nur ein einziges Wort dabei mit ihr zu wechseln.

„Du bist aber ein komischer Zwerg. Wie ist denn dein Name?“ fragte ihn die kleine Elfe.

„Hubertus“, antwortete der Zwerg, während er immer weiter um sie herum hüpfte. „Und wie heißt du?“, wollte er neugierig wissen.

„Ich habe keinen Namen. Ich bin die kleine Elfe und auf dem Weg….“

„Auf welchem Weg?“, schnatterte er ihr vorlaut dazwischen.

„Hörst du nicht dieses Wimmern? Ich möchte gerne herausfinden,  woher es kommt und was es zu bedeuten hat.“

„Aha, Wimmern. Ich höre kein Wimmern.“, tönte er fröhlich.

„Das wundert mich nicht. Wenn du immer in der Gegend herum hüpfst, kannst du es auch nicht hören.“

„Ach so!“ Schnell hielt Hubertus inne und lauschte angestrengt. „Ja, jetzt höre ich es auch!“, rief er glücklich.  „Darf ich mit dir kommen?“  Und vor lauter Aufregung  begann er schon wieder herumzuhüpfen. Die kleine Elfe überlegte einen kurzen Moment und kam zu dem Entschluss, dass es wohl besser wäre, sich gemeinsam mit ihm auf den Weg zu machen. Schließlich hatte sie keine Ahnung,  was sie erwarten würde. „Also gut, wenn du schön brav bist und nicht mit Nüssen herumwirfst, dann kannst du mich begleiten.“

 

                                                                 
             

„Juhuu!“, rief Hubertus und machte vor Begeisterung einen riesigen Luftsprung. Einen riesigen Zwergenluftsprung versteht sich natürlich! Denn für einen Menschen ist so ein Zwergensprung mit bloßem Auge wirklich kaum zu sehen. „Ich hole nur schnell meinen Beutel, dann kann es losgehen!“, rief er fröhlich in die Hände klatschend. Schnell flitzte er auf den Baum, und kam in Windeseile mit seinem Beutelchen und seinem alten Wanderstock wieder zu ihr zurück. Ab diesem Zeitpunkt machten sie sich gemeinsam auf den Weg, um dem unheimlichen Wimmern näher auf die Spur zu kommen.
 
                              
                               
                               
               

Je länger sie liefen, umso wissbegieriger wurde Hubertus.  Denn auch er hatte noch nie so ein komisches Geräusch vernommen, obwohl er schon ziemlich viel in seinem Leben herumgekommen war! „Kleine Elfe, wir sind bestimmt bald da. Es wird immer lauter, hörst du?“

„Ja Hubertus, wir müssen nur noch über diesen Hügel, dann sind wir bestimmt am Ziel. Das hoffe ich jedenfalls. Komm lass uns schnell weitergehen. Ich bin schon unheimlich neugierig, wer oder was solche komischen Töne machen kann.“ Sie rannten so schnell sie nur konnten den Hügel hinauf. Endlich oben angekommen, schnappten sie wie zwei Fische im Trockenen nach Luft und ließen sich erschöpft ins Gras fallen.

Kaum hatte Hubertus wieder etwas Atem zur Verfügung, fing  er  fürchterlich zu schimpfen an: „Verflixt und zugenäht!“, polterte er. „Es ist inzwischen so dunkel geworden, dass ich kaum mehr meine Hand vor Augen sehen kann! Wie sollen wir denn  erkennen können, was da so wimmert?“

„Reg dich nicht auf Hubertus“, versuchte die kleine Elfe ihn zu beruhigen. „Mit meiner Laterne werden wir bestimmt genug Licht haben.“

Hubertus dachte aber im Traum  nicht daran sich zu beruhigen! Wild trampelte er auf dem Hügel herum und keifte was das Zeug hielt. „So ein Mist, so ein riesengroßer Mist“, wetterte er unbeirrt weiter. Vor lauter Wut, hätte er am liebsten ins feuchte Gras gebissen! Doch das ließ er heute lieber sein. Denn das hatte schon einmal probiert. Und schon damals hat es ihm nicht besonders gut geschmeckt; wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt.                                 
Nachdem die kleine Elfe ihm einige Zeit zugesehen hatte und sah, dass er sich einfach nicht beruhigen lassen wollte, nahm sie ihn kurz entschlossen bei der Hand und zog ihn mit. Das war bergab nicht allzu schwer. Er hüpfte an ihrer Hand auf und ab wie ein Gummiball. Nachdem sie unten angekommen waren, blieb die kleine Elfe stehen. Hubertus war völlig erschöpft. Sein Gesicht war feuerrot angelaufen! Jetzt war er sogar froh darüber, dass es dunkel war. So konnte sie ihn wenigstens nicht genau sehen! Verlegen brachte er seine Kleidung wieder in Ordnung. Er setzte sein Mützchen akkurat auf  den Kopf, zog seine Hose hoch und richtete sein Bündel. Außerdem versuchte er sich umständlich bei der kleinen Elfe für seinen schlimmen Gefühlsausbruch zu entschuldigen.

Die kleine Elfe ignorierte weise sein Verhalten. Sie hielt ihm stattdessen mit ihrem Zeigefinger den Mund zu und lauschte angestrengt in die Nacht. „Hör mal Hubertus, es muss ganz in unserer Nähe sein!“, rief sie außer sich.

 

Eilig  schnappte  sie sich wieder ihr Laternchen  und lief, so schnell sie ihre Beine trugen,  dem unheimlichen Wimmern entgegen. Da Hubertus’  Beine wesentlich kürzer waren, hatte er alle Mühe ihr zu folgen. Und zudem hatte er ja bereits seine ganze Energie bei seinem Wutausbruch verpulvert.  

 

                        
                                         

Kurze Zusammenfassung:                   

Dieses spirituelle Märchen beschreibt, wie sich eine kleine unscheinbare Elfe auf eine abenteuerliche Reise in die Welt der Menschen begibt. Sie bekommt vom Hohen Rat der  Elfen eine Aufgabe zugewiesen, welche ihr anfangs unmöglich zu leisten erscheint. Doch glücklicherweise ist sie nicht allein mit diesem schwierigen Auftrag! Hilfe und Unterstützung erhält sie, von Hubertus dem Zwerg, Stefan einem kleinen Jungen und Wupy dem quirligen Waldkobold. Und natürlich ist der Hohe Rat der Elfen nicht zu vergessen! Er steht ihr immer und überall zur Seite. Er nimmt ihr Ängste und Sorgen und lehrt sie wichtige Weisheiten über das spannende Leben hier auf Erden.

Diese Geschichte ist für Kinder ab 9 Jahren zum selber Lesen und für alle Erwachsenen, die es in ihrem  Herzen immer geblieben sind.

Das Büchlein umfaßt 5 Kapitel mit insgesamt 115 Seiten.

1. Das erste Abenteuer
2. Begegnungen
3. Der Hohe Rat der Elfen
4. Die Reise beginnt
5. In der Welt der Menschen

Es kostet 9,50 € (zuzüglich 1,45 Euro bei Versand)

In Licht und Liebe
Sandra Camek & die kleine Elfe